Weltbilder

In Babylon stellte man sich die Erde als einen hohlen Berg vor, der vom Meer getragen wurde. Im Inneren der Erde wölbte sich das Firmament, an dem sich Sonne, Mond und Sterne bewegten.

Die Ägypter stellten die Erde als den mit Pflanzen bedeckten Gott Keb dar. Über den Himmel, dargestellt als anmutig gebeugte Göttin, die vom Gott der Atmosphäre gestützt wurde, segelte der Sonnengott jeden Tag in die Nacht des Todes.

Nach einem hinduistischen Stammesglauben wurde die Erde von Elefanten getragen, deren Bewegung die Ursache von Erdbeben war. Sie standen auf einer Schildkröte, die ihrerseits auf einer Kobra, dem alten Symbol des Wassers, ruhte.

Im Mittelalter verbreitete sich die Ansicht, das die Erde die Gestalt einer Scheibe habe. Mittelmeer, Rotes Meer und Don bildeten ein T, das sie in drei Kontinente teilte. Jerusalem galt als der Mittelpunkt der Erde, den Garten Eden vermutete man in Asien.