UV-Wirkung

Die positive Wirkung von UV-Strahlen wird meist überschätzt. Lebensnotwendig sind sie nur zum Aufbau von Vitamin D3 im menschlichen Körper. Dafür reichen jedoch 15 Minuten pro Tag in der Sommersonne aus. Viel schwerer wirken sich dagegen die dauerhaften Strahlenschäden aus. Wissenschaftliche Studien und Untersuchungen belegen, daß UV-Strahlung Hautkrebs verursachen kann.
Die augenfälligste Reaktion der Haut auf UV-Strahlen kann relativ rasch beobachtet werden: Sie wird braun. Dabei wird in der Oberhaut von den Pigmentzellen über einen komplizierten Prozeß brauner Farbstoff gebildet, der die darüberliegende Stachelzellschicht einfärbt. Braune Haut ist nichts weiter als ein Schutzmechanismus des Körpers gegen UV-Strahlen.

Wird die hautverträgliche Strahlendosis, die von Mensch zu Mensch verschieden ist, überschritten, geben die Zellen ein Alarmsignal: den Sonnenbrand. Leider wird er erst dann sichtbar, wenn die Haut bereits geschädigt ist. Sechs bis vier Stunden liegen zwischen der Bestrahlung und der ersten Hautrötung. Können diese Schäden nicht durch das zelleigene Reparatursystem behoben werden und wird die Haut vielleicht sogar noch weiter der Sonne ausgesetzt, sterben die Zellen ab und die Haut pellt sich. Je mehr UV-Strahlung der Körper ausgesetzt ist, desto schwerer sind auf Dauer die Schäden. Allerdings zeigen sich die Auswirkungen meist erst Jahrzehnte später: Als Hautkrebs.
Falsch ist auch die Annahme, dass UV-Strahlen das Immunsystem stärken. Das Gegenteil ist der Fall: Bei intensiver Sonnenstrahlung werden die körpereigenen Reparaturmechanismen überstrapaziert und die Immunabwehr geschwächt. Häufigere Infektionskrankheiten sind die Folge. Bestes und bekanntestes Beispiel ist der "Sonnenherpes" an der Lippe.