Entstehung Hautkrebs

Sonne tut gut - aber nur in Maßen genossen. Schnell wird die wohltuende Sonnendosis überschritten. Der Entstehung von Sonnenbrand und dem Risiko der Hautkrebserkrankung wird dadurch Vorschub geleistet. Jeder
Sonnenbrand ist bereits ein Zeichen dafür, dass die Haut stark geschädigt wurde. Auch wenn nur eine oberflächliche Rötung zu sehen ist, schadet er der Funktion der Hautzellen und kann zu Mutationen im Erbgut führen. Bis zu einem gewissen Maß kann unser Körper den Schaden noch selbst reparieren. Doch kommt dies häufiger vor, können sich die betroffenen Zellen zu "Keimzellen" für die Entstehung von Tumoren entwickeln.

Pro Jahr erkranken in Deutschland über 100.000  Menschen neu an Hautkrebs. Über 3.000 Menschen sterben daran. Er ist der weltweit am häufigsten auftretende Krebs. Oft genug ließe sich das Hauptrisiko, das zu dieser Krankheit führt, vermeiden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, daß zwischen übermäßiger Sonnenbestrahlung und dem Auftreten von Hautkrebs ein direkter Zusammenhang besteht. Dabei schadet die regelmäßige UV-Strahlung in niedrigen Dosen genauso sehr wie seltene, aber extrem intensive Sonneneinstrahlung.


Drei Hautkrebsarten

Es gibt drei Arten von Hautkrebs: Basalzellkrebs, Stachelzellkrebs, malignes Melanom.
Allen gemeinsam ist, daß sie vor allem durch übermäßige UV-Strahlung verursacht werden.

Der Basalzellkrebs ist der häufigste Hauttumor. Er tritt vorwiegend an belichteten Hautstellen, besonders an den sogenannten Sonnenterrassen des Körpers auf. Er sieht aus wie ein kleiner grauweißer Knoten, der von Patienten oft als "Pickel" beschrieben wird. Beim Basalzellkrebs gibt es keine Vorstufe. Bereits die erste kleine Veränderung ist eine Krebsgeschwulst, die entfernt werden sollte.
Der Stachelzellkrebs bildet sich häufig im Gesicht, an den Ohren, der Unterlippe und auf dem Handrücken. Beim Stachelzellkrebs gibt es eine Vorstufe, eine Rötung, die sich anfühlt wie Sandpapier. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich meist hornige Knoten.
Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) stellt den bösartigsten Hauttumor dar, weil er häufig Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen bildet. Anders als beim Stachelzellkrebs, der durch eine über viele Jahre aufgenommene Gesamtdosis bedingt ist, scheinen beim malignen Melanom kurze, intensive UV-Belastungen, wie zum Beispiel Sonnenbrände in der Kindheit oder Jugend, verantwortlich zu sein. Die Zahl der Melanompatienten verdoppelt sich derzeit alle sieben Jahre. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 7.000 Menschen neu. Über 2.000 Menschen sterben jährlich an dieser Krankheit. Maligne Melanome können auf den ersten Blick harmlosen Pigmentmalen ähneln. Bei einer genaueren Untersuchung nach der A-B-C-D-Regel können maligne Melanome als solche erkannt werden. Sie treten zu 80 Prozent an normalerweise bekleideten Körperstellen auf.