Innenverschattung


Allgemeines

Durch die gestiegenen Ansprüche der Nutzer an die Behaglichkeit sowie die zunehmende Bedeutung ökonomischer und ökologischer Aspekte wachsen auch die bauphysikalischen Anforderungen bei der Planung von Gebäuden.
Diese Fragestellungen werden zunehmend komplexer, so dass eine fachgerechte Problemlösung nur noch unter Berücksichtigung der vielfältigen Wechselwirkungen möglich ist. Eine Betrachtung lediglich eines Teilbereiches wird somit den unterschiedlichen Ansprüchen nicht gerecht. Vielmehr ist es erforderlich, die bauphysikalische Ausführung eines Gebäudes gesamtheitlich – so u.a. deren Auswirkungen auf den winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz, Blendschutz sowie der Lichtverhältnisse - zu begreifen und zu planen. Hierbei ist die detaillierte Kenntnis des bauphysikalischen Verhaltens vorhandener, aber in zunehmendem Maße auch neuer, innovativer Materialien notwendig.
Den neuesten Erkenntnissen entsprechend, haben sich zwei Arten von Sonnenschutz weltweit durchgesetzt:

 

innenliegender Sonnenschutz

aussenliegender Sonnenschutz

Vorteile

Vorteile

  • wetterunabhängig nutzbar (z.B. Sonne und Wind)
  • zusätzliches dekorative Wirkung im Raum
  • wesentlich geringere Anschaffungskosten
  • kostengünstige Demontage und Wartung (Reinigung)
  • farbliche Kombinationen bei gleicher Außenansicht möglich (z.B. Reflexionslamellen)
  • zusätzliches Fassadengestaltungselement
  • innovative Tageslichttechniklösungen
  • gute Wärmereflexion

Nachteile

Nachteile

  • ohne Einsatz von speziellen Reflexionsgewebe wesentlich geringere Wärmereflexion
  • kein Fassadengestaltungselement
  • Produkte sind nicht bei jedem Wetter nutzbar (Sonne und Wind)
  • höhere Investitionskosten
  • pflegeaufwendiger
  • oftmals wird nachträglich noch innenliegender Sonnenschutz nachgerüstet
innenliegender Sonnenschutz

Um die Vorteile von innenliegenden Sonnenschutz richtig zu verstehen, muss man sich mit den physikalischen Eigenschaften von Glas und Licht beschäftigen.
Nach langläufiger Meinung lässt das Glas die Wärmestrahlung des Lichtes zwar herein, aber nicht mehr heraus.
Dies stimmt nur zum Teil. Glas lässt nämlich die Sonnenstrahlung im Bereich von 330 nm bis ca. 2500 nm fast ungehindert durch. Diese Strahlung, man spricht hier auch von kalter Wärmestrahlung, wird von den sich im Innenraum befindlichen Oberflächen absorbiert und in der Wellenlänge umgewandelt (ca. 10000 bis 50000 nm) Diese Wellenlänge kann das Glas nun nicht mehr passieren, was zu dem bekannten Treibhauseffekt führt.
Entscheidend für einen effektiven innenliegenden Sonnenschutz ist eine hochreflektierende Schicht, an der die Sonneneinstrahlung ohne in der Wellenlänge verändert zu werden, gleich wieder zurückgestrahlt wird. Perlglanzbeschichtete Gewebe wie „C 005“ von solarmatic ist hierfür besonders geeignet.

 
Vertikaljalousien



78% Wärmereflexion

 


Folienrollos

 

Die Sonnenenergie:

Eine Isolierverglasung lässt ca. 80% der Sonnenenergie passieren, damit entstehen an Sommertagen ohne Sonnenschutz ca. 60°C direkt am Fenster.
An trüben Tagen werden noch 50% dieser Werte erreicht. Ein Sonnenschutz mit reflektierenden Lamellen senkt diese Werte bis zu 92%.

Das einfallende Licht wird durch drei physikalische Vorgänge beeinflusst:

  • Reflexion (R)
    ist der von einen Körper zurückgewiesene Energieanteil, d.h. die Strahlung wird reflektiert.
  • Transmission (T)
    ist die, durch einen Körper gelangende Energie
  • Absorption (A)
    gibt den Anteil der von einem Körper zu Wärme umgewandelten Energie wieder

R + T +A = 100% Energie

Die Lamelle folgt der wandernden Sonne:
Die Vertikaljalousie mit der schwenkbaren Lamelle  hat die Fähigkeit , dem täglichen Sonnenlauf zu folgen. Neben der effektiven Sonnenschutzfunktion entsteht ein erheblicher Zusatznutzen, das Licht kann gezielt gelenkt werden.